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| Rumänienflagge zu kommunistischen Zeiten |
Man hatte zwar frei, musste nicht zur Arbeit, dafür aber zur großen Parade antreten. An diesem Tag fanden diese Großkotz-Paraden in allen Großstädten statt. Es hat keinen interessiert ob es regnete oder die Hitze einen fast umhaute, auch bei Schnee im August wäre es ihnen egal gewesen. Aufmarschieren wurde es genannt, denn in Reih und Glied musste jeder größere Betrieb in Arad durch die Hauptstraße marschieren.
Ich bin an keinem dieser Märsche mitgegangen. Mein Part an diesem ganzen Trara und das auch nur ein einziges Mal, bestand darin auf dem Fußballfeld der UTA mit vielen hundert weiterer Schüler aus der ganzen Stadt (Arad) in kurzen weißen Röckchen mit Fahnen rumzufuchteln. Als die Aufmarschierenden dann endlich alle im Stadion eintrafen kam unser Part mit dem Fahnen oder waren es nur Bänder (weiß es nicht mehr so genau) und wir fuchtelten herum und wirbelten das farbige Etwas herum. Es war kaum einer unter uns der das wirklich gern getan hatte und jedem war es egal, ob's nun gut aussah, ob wir es korrekt machten, ob wir im Einklang, d.h. einigermaßen synchron unsere Bänder oder Fahnen schwenkten. Hauptsache wir wedelten damit herum.
Und natürlich kulminierte das Ganze in der Nationalhymne "Trei culori" ... drei Farben "rosu, galben si albastru" (rot gelb blau). Dieses Lied haben wir in der Schule oft singen müssen und auch den Text musste jeder auswendig können. Auch ich kannte ihn, aber heute bring ich grade noch die erste Zeile zusammen.
Das ist wohl das was man selektive Erinnerung nennen könnte. Man streicht mit den Jahren all das aus dem Gedächtnis, woran man sich nicht gerne erinnert. Zurück bleibt nur noch das Schöne. Ganz eindeutig gehörte dieses Lied nie zu meinen Favoriten, die es wert wären in Erinnerung zu bleiben, denn sonst wüsste ich noch mehr von diesem Text.
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| Für all diejenigen, die nicht die Karpfenform Rumäniens kennen. |


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